Tourismus 4.0 – Branchensymposium

Ein Rückblick mit Ausblick

Unser jährliches Event „Branchensymposium" fand am 20. November bereits zum dritten Mal statt. Der folgende Artikel blickt auf das erfolgreiche Event zurück und bietet auch, vor allem durch die Inputs der Sprecher, einen Blick in die digitale Zukunft.

Tourismus 4.0 – die Digitalisierung ist angekommen
Rückblick: Branchensymposium

Mit Fragen wie „Was braucht man um fit für die digitale Zukunft zu sein“, „Was sind die aktuellen Trends, wohin geht’s?“, „Wie kann ich mich digifit machen?“, „Welche Fortschritte und Veränderungen bringt die Digitalisierung? Und wie sieht das in der Praxis aus?“ beschäftigten sich Experten und Gastgeber aus der Tourismusbranche beim dritten Branchensymposium. Die etablierte Veranstaltung, die einmal jährlich stattfindet, bietet Niederösterreichs Tourismusnetzwerk eine optimale Plattform rund um Information, Wissenstransfer und Dialog.

Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav zur Digitalisierung im Tourismus: „Der digitale Wandel  betrifft auch den niederösterreichischen Tourismus. Wir sind bei diesem Wandel Partner der Betriebe und unterstützen sie dabei. Gleichzeitig nutzt die Niederösterreich-Werbung neue digitale Möglichkeiten, um den Gästen das Erlebnis Niederösterreich so schön wie möglich zu präsentieren.“

Christian Schuldt, Soziologe, Autor und Speaker am Zukunftsinstitut setzte mit seiner Keynote „Future Business – Was Unternehmen fit macht für die digitale Zukunft“ den ersten wissenschaftlichen Impuls. Er ist der Meinung, dass ein systemisches Verständnis für den digitalen Wandel und für die menschliche Kommunikation enorm wichtig ist, um seinen Weg in der vernetzten Wirtschaft zu finden. Er spricht hier vom „Human Factor“. „Digitalisierung braucht die Orientierung an der eigenen Identität, ein neues Verständnis von Führung sowie Spielräume für Innovationen“, so Schuldt.

Die Tourismus 4.0-Coaches sind Mitarbeiterinnen aus den Destinationen, die Tourismusbetrieben als persönliche Berater rund um die Themen Digitalisierung und Demografischer Wandel zur Verfügung stehen. Sie wurden dafür speziell geschult und sind aktuell mit interessierten Betrieben in engem Kontakt. „Die Betriebe profitieren vor allem von der Möglichkeit sich kostengünstig weiterzubilden, von den Impulsen unserer Betriebscoachings betreffend Onlineaktivitäten und -buchung und dem intensiven Austausch in der Destination“, so Stefan Bauer, Prokurist der Niederösterreich-Werbung. Das von der ecoplus mit einem Fördercall unterstützte Angebot wird sehr gut angenommen und weiter ausgebaut, bestätigt Stefan Bauer.

Über ihre ersten Erfahrungen im Coaching sprachen die Coaches aus den Destinationen. Ihre Arbeit ist in drei Phasen gegliedert: Wissensaustausch und Analyse des IST-Standes, Beratung und Zielfestlegung, Umsetzung und Evaluation. „Unser Ziel wäre flächendeckend gut informierte Partner zu haben“, so Karin Tentschert, Betriebscoach aus der Destination Wienerwald.


Bei Interesse melden Sie sich direkt bei unseren Destinationen – unsere Kolleginnen und Kollegen helfen Ihnen gerne weiter.

Wie die Niederösterreich-Werbung und die Tourismusdestinationen den Weg der digitalen Transformation beschreiten, darüber berichtete Christiana Hess, Marketingleiterin Niederösterreich-Werbung. Wie Content Marketing, SEO und Social Media ihre Regeln änderten. „Wir produzieren sehr viel Inhalt – aber denken noch zu wenig an die Kunden. Wenn ich verstehe, was die Menschen in welcher Form von uns wissen wollen, kann ich den richtigen Content produzieren“, so Hess.

Die abschließende Rede von Emil Spangenberg „Best Practice: „Keep calm and carry on (and on and on)“ sorgte für Inspiration. Der Redner, Autor und Meinungsbildner aus Kopenhagen, der viele Jahre im Destinationsmarketing tätig war und über mehr als zehn Jahre Erfahrung aus den Wirtschaftsbereichen Unterhaltung, Beratung, Werbung und interkulturelles Lernen mitbrachte, plädierte dafür, in der heutigen super-digitalen und ständig verändernden Reiseindustrie mehr denn je Ruhe zu bewahren und nie den Fokus seiner Ziele und Strategie aus den Augen zu verlieren. „Geht einen Schritt zurück und fokussiert euch auf Storytelling und die ‚echten’ Dinge und die ‚echten‘ Werte“, so Spangenbergs Rat um relevant für den Kunden zu sein.

Das ganze Event zum Nachsehen gibt es hier: https://tourismus.niederoesterreich.at/branchensymposium2018