Museen und kulturelle Ausstellungshäuser

Stand: 15.09.2021 (Update: 12.10.)

Bitte beachten Sie:

Die bislang geltende 2. COVID-19 Öffnungsverordnung erhält ab 15. September einen neuen Titel: 2. COVID-19 Maßnahmenverordnung („MV“). Die folgenden Informationen sind eine vorläufige Einschätzung zur Rechtslage gem. 2. Novelle zur 2. COVID-19-Maßnahmenverordnung (Status: 12.10.) und keine Rechtsberatung. Für Ihre Planung wichtig: Diese Regelungen treten mit 31. Oktober 2021 außer Kraft.

Was ist neu ab 15.09.? (Gilt bis 31. Oktober)

  • Museen, Kunsthallen und kulturelle Ausstellungshäuser einschließlich Burgen und Schlösser sowie Bibliotheken, Büchereien und Archive werden neuerlich rechtlich gesondert adressiert (§ 8 Abs. 5 MV).
  • Für diese kulturellen Einrichtungen gelten die Regelungen für Kundenbereiche von Handelsbetrieben, die nicht dem täglichen Bedarf dienen (§ 8 Abs. 5 iVm § 4 Abs. 1a MV).
  • Daraus folgt eine Maskenpflicht (FFP2) in geschlossenen Räumen für alle Besucher:innen dieser kulturellen Einrichtungen, soweit der/die betreffende Besucher:in über keinen 2-G-Nachweis (Impfzertifikat / Genesungszertifikat / Absonderungsbescheid) verfügt. Testzertifikate (Antigentests und PCR-Tests) werden von der MV nicht anerkannt, ebenso nicht Antikörpertests.
  • Das Bereithalten des 2-G-Nachweises bzw. die Einhaltung der Maskenpflicht während des Besuchs der kulturellen Einrichtung ist eine gesetzliche Auflage, die sich an den/die Besucher:in richtet.
  • Die kulturelle Einrichtung trifft keine gesetzliche Überwachungspflicht, wenn man von den 3-G-Nachweisen bei Gruppenführungen mit mehr als 25 teilnehmenden Personen absieht.
  • Die kulturelle Einrichtung ist allerdings aufgrund des Hausrechts zur Überwachung der 2-G-Nachweise berechtigt.
  • Das Gesundheitsministerium hält dazu fest, dass die „Sorgetragungspflicht der Betreiber nicht überspannt werden darf“ und „entsprechende Schulungen und Informationsmaßnahmen der Mitarbeiter, Beschilderungen, Durchsagen und sonstige Informationsmaßnahmen wie auch stichprobenartige Kontrollen, Auflage von Informationsmaterial und die freiwillige Bereitstellung von Masken umfassen kann.“
  • Gruppenführungen mit mehr als 25 teilnehmenden Personen (exkl. Guides bzw. Kulturvermittler:innen) unterliegen der 3-G-Pflicht (getestet / geimpft / genesen).
  • Ausgenommen von der 3-G-Pflicht sind Schülergruppen, auch wenn die einzelne Schülergruppe mehr als 25 teilnehmende Schüler:innen aufweist.
  • Gruppenführungen mit weniger als 25 teilnehmenden Personen unterliegen keiner 3-G-Pflicht.

Was ist neu ab 15.09.?

  • Zusammenkünfte und Veranstaltungen aller Art dürfen stattfinden.
  • Bei Zusammenkünften ist die Verabreichung von Speisen und der Ausschank von Getränken im Freien sowie in geschlossenen Räumen unter Einhaltung der Gastro-Regeln zulässig.
  • Die Erhebung von Kontaktdaten von Besuchern ist für Kultureinrichtungen nicht erforderlich, da gesetzlich nicht vorgesehen.
  • Die Verpflichtung zur Kontaktdatenerhebung gilt jedoch für Zusammenkünfte (wie Veranstaltungen und Gruppenführungen  mit mehr als 25 Teilnehmenden), dies auch dann, wenn sie überwiegend im Freien stattfinden, sofern sie über 15 Minuten dauern.

Für welche Kulturbetriebe geltend diese Regelungen?

  • Museen, Kunsthallen und kulturelle Ausstellungshäuser (und vergleichbare kulturelle Einrichtungen wie Klöster, Stifte, Burgen, Schlösser) sowie
  • Bibliotheken, Büchereien und
  • Archive

Welche Regelungen sind einzuhalten?

  • COVID-19-Präventionskonzept: verpflichtend, sofern es sich um eine Betriebsstätte mit mehr als 51 Mitarbeitenden („Ort der beruflichen Tätigkeit“) handelt. Nähere Informationen finden Sie hier.
  • COVID-19-Beauftragter: verpflichtend, sofern es sich um eine Betriebsstätte mit mehr als 51 Mitarbeitenden („Ort der beruflichen Tätigkeit“) handelt. Nähere Informationen finden Sie hier.
  • Kontaktdatenerhebung („Besucherregistrierung“): nein, sofern es sich um keine Veranstaltung / Zusammenkunft / Gruppenführung mit mehr als 25 teilnehmenden Personen handelt.
  • Zutrittsnachweise („3-G-Nachweise“): nein
  • Abstandspflicht (Besucher): keine
  • Maskenpflicht (Besucher): ja, sofern kein 2-G-Nachweis verfügbar ist
  • Freilichtmuseums-Außenbereichen: keine Maskenpflicht für Besucher
  • Kapazitätsmanagement: nicht erforderlich
  • Museumscafé: Ob Gastro-Regelungen gelten, ist mangels ausdrücklicher gesetzlicher Verweisung unklar bzw. vom Gesetzgeber offensichtlich nicht gewollt.
  • Museumsshop: keine m2-Regelung, Maskenpflicht für Besucher, sofern kein 2-G-Nachweis verfügbar ist
  • Gruppenführungen: Nähere Informationen finden Sie hier
  • Veranstaltungen (ab 25 Teilnehmenden): Nähere Informationen finden Sie hier.
  • Workshops (ab 25 Teilnehmenden): Nähere Informationen finden Sie hier.
  • Zusätzliche Informationen finden Sie hier.

Mitarbeitende mit Besucherkontakt

Mitarbeitende mit Besucherkontakt sind zum Tragen einer Maske (FFP2) verpflichtet (indoor), sofern das Infektionsrisiko nicht durch sonstige geeignete Schutzmaßnahmen (Trennwände, Plexiglasscheiben) minimiert wird. Alternativ ist ein Zutrittsnachweis (3-G-Nachweis) für Mitarbeitende mit unmittelbarem Kundenkontakt erforderlich bzw. ausreichend. Nähere Informationen finden Sie hier.

Angebote für Schulen („Schulausflüge in Gruppen“)

Schulausflüge gelten als Zusammenkunft im Rahmen der „außerschulischen Jugenderziehung und Jugendarbeit“ (§ 13 MV). Ein Museum gilt als „Veranstaltungsort“ und darf von Schülergruppen als Schulausflug besucht werden. Jede einzelne Gruppe gilt als gesonderte „Veranstaltung“. Es gelten die allgemeinen Regeln für Zusammenkünfte (ab 100 Teilnehmenden und nicht ab 25 Teilnehmenden/Gruppe).

Rechtsgrundlagen: § 8 Abs. 5 MV (Museen allgemein), § 4 Abs. 1a MV (Maskenpflicht), § 12 Abs. 1 MV (Zusammenkünfte, Gruppenführungen)
Schülergruppen: § 13 iVm § 12 MV