Skibetrieb

Stand: 21.01.2022 (Update: 21.01.)

Bitte beachten Sie: Mit 21. Jänner tritt die 7. Novelle zur Schutzmaßnahmenverordnung (6. COVID-19-SchuMaV) in Kraft. Die folgenden Informationen sind eine vorläufige Einschätzung zur Rechtslage gem. 6. COVID-19-SchuMaV (Status: 21.01.) und keine Rechtsberatung. Für Ihre Planung wichtig: Diese Regelungen treten mit 30. Jänner 2022 außer Kraft.

Was ist neu ab 11.01.?

Die Novelle zur Verordnung bewirkt keine für den Tourismus relevanten Änderungen gegenüber der bisherigen Rechtslage.

Neue Regeln in größeren NÖ Skigebieten

  • An Wochenenden und Ferientagen gilt das Prinzip des gültigen Tickets (entweder Online-Ticket oder Saisonkarte) als Voraussetzung für Ihren Besuch in den frequenzstärksten Skigebieten in Niederösterreich.
  • Als Ferientag gelten die Semesterferien von Wien und Niederösterreich, dem Burgenland sowie der Steiermark und Oberösterreich, also der Zeitraum von 5. bis 27. Februar 2022.
  • Dies gilt für:
  • Hochkar Bergbahnen,
  • Ötscherlifte,
  • Annaberger Lifte,
  • Erlebnisalm Mönichkirchen,
  • Erlebnisarena St. Corona am Wechsel und
  • Semmering-Hirschenkogel Bergbahnen
  • Jedes dieser Skigebiete zieht Kontingente – also eine zahlenmäßige Begrenzung der Gäste – ein.
  • Die Zufahrt zu diesen Skigebieten wird daher dringend nur mit gültigem Ticket empfohlen.
  • Gäste ohne gültiges Ticket müssen bei Erreichen der Kapazitätsgrenze abgewiesen werden.

Was gilt ab 21.01.?

  • Bei der Sportausübung im Freien außerhalb von Sportstätten gelten die allgemeinen Bestimmungen der Verordnung. Ein 2G-Nachweis ist nicht erforderlich.
  • Allgemein zugängliche Sportstätten wie öffentliche Langlaufloipen, Rodelbahnen, Seezugänge (Eislaufen) udgl. dürfen alleine oder mit dem:der Lebenspartner:in, mit einzelnen engsten Angehörigen oder mit einzelnen wichtigen Bezugspersonen „zur körperlichen und psychischen Erholung“ genutzt werden, auch wenn kein 2G-Nachweis vorliegt.
  • Die Benützung von Seil- und Zahnradbahnen ist zu beruflichen Zwecken oder zur Deckung notwendiger Grundbedürfnisse des täglichen Lebens ohne 2G-Nachweis zulässig.
  • Die Benützung von Seil- und Zahnradbahnen ist zu touristischen Zwecken (durch Wintersportgäste und Freizeitsportler) ebenfalls zulässig. Diese Personen benötigen einen 2G-Nachweis.
  • Der Vorverkauf von Skitickets an Tageskassen und in den Räumlichkeiten der Seilbahnunternehmen ist zulässig.
  • Der Vorverkauf von Skitickets über einen Webshop ist zulässig.
  • Für alle Personen besteht in Gondeln, Kabinen und abdeckbaren Sesseln sowie in geschlossenen Räumen der dazugehörigen Stationen (inkl. Zugängen und Anstellbereichen) Maskenpflicht (FFP2).
  • Überall dort, wo im Freien der empfohlene Mindestabstand von zwei Metern zu haushaltsfremden Personen nicht eingehalten werden kann (z.B. beim Anstellen vor Zugangsbereichen von Skiliften etc.), besteht FFP2-Maskenpflicht.
  • Davon ausgenommen sind Situationen, wo der Mindestabstand von zwei Metern nur kurzzeitig unterschritten wird, wie z.B. beim bloßen „Vorbeigehen“ am Gehsteig etc.
  • Arbeitnehmer, Inhaber und Betreiber von Seil- und Zahnradbahnen dürfen ihre Arbeitsorte, an denen physische Kontakte zu anderen Personen nicht ausgeschlossen werden können, nur betreten, wenn sie über einen 3G-Nachweis verfügen.
  • Das Betreten von Betriebsstätten der Gastronomie ist zwischen 05:00 und 22:00 Uhr zulässig.
  • Take-away von Speisen und Getränken ist zulässig.

Skifahren – Skiwandern – Skitouren – Snowboarden – Rodeln

  • Der Aufenthalt im Freien zwecks Skifahren, Skiwandern, Snowboarden und Skitouren sowie Pistengehen, Langlaufen und Rodeln ist zur körperlichen und psychischen Erholung zulässig.
  • Diese Aktivitäten sind nur alleine oder mit Personen aus dem gemeinsamen Haushalt bzw. engsten Angehörigen bzw. einzelnen wichtigen Bezugspersonen zulässig.
  • Für diese Aktivitäten gilt die Verpflichtung zur Vorlage eines 2G-Nachweises nicht.
  • Gruppenveranstaltungen und Wintersportkurse sind bis zur Kursgröße/Gruppengröße von 25 Personen/Gruppe bzw. Kurs zulässig. Es besteht 2G-Pflicht.

Skiliftbetrieb: Wen betrifft es?

Die Betreiber von Seil- und Zahnradbahnen. Das sind alle Seilbahnunternehmen, die gemäß Seilbahngesetz zur Führung eines allgemeinen Personenverkehrs verpflichtet sind oder einen Schlepplift betreiben.

Erfasst sind demnach

  • Standseilbahnen
  • Seilschwebebahnen
  • Kabinenbahnen
  • Umlaufbahnen
  • Sesselbahnen
  • Sessellifte
  • Schlepplifte
  • Kombilifte

Förderbändern zur Beförderung von Schifahrern mangelt es an der „Bewegung durch ein Seil“, sodass diese Beförderungseinrichtungen nicht unter den Seilbahnbegriff fallen. Eine Benutzung ist daher ohne 2G-Nachweis zulässig.

Skiliftbetrieb – Organisation

  • COVID-19-Präventionskonzept: verpflichtend. Nähere Informationen finden Sie hier.
  • COVID-19-Beauftragter: verpflichtend. Nähere Informationen finden Sie hier.
  • Kontaktdatenerhebung („Gästeregistrierung“): nein.
  • Abstandspflicht für Gäste: nein (aber vom Gesundheitsministerium empfohlen)
  • Abstandspflicht für (haushaltsfremde) Gäste: nein (aber vom Gesundheitsministerium empfohlen).
  • Bei der Benützung von Seilbahnen sind keine Kapazitätsbeschränkungen zu beachten.

Skiliftbetrieb – Zutrittsnachweise (2G-Regel) für Gäste:

  • Zutrittsnachweise (2G-Regel) für Gäste: verpflichtend. Nähere Informationen finden Sie hier.
  • Die Prüfung des 2G-Nachweises und die anschließende Freigabe kann manuell/visuell oder elektronisch erfolgen.
  • Bei der elektronischen Zutrittskontrolle können ausschließlich Daten von EU-DCC Zertifikaten mit der Liftkarte verknüpft werden.
  • Ausgenommen 2G-Nachweis:
    • Personen, die die Seil- oder Zahnradbahn zur Deckung notwendiger Grundbedürfnisse des täglichen Lebens benutzen, beispielsweise zur Erreichung des Wohn- oder Arbeitsortes, zur Sicherstellung der Grundversorgung etc.
    • Personen, die die Seil- oder Zahnradbahn zu beruflichen Zwecken benützen.
    • Kinder bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr.
  • Für Schüler:innen erfüllt der Corona-Testpass („Ninja-Pass“) die 2G-Pflicht (auch am Freitag, Samstag und Sonntag), sofern die Testintervalle in der betreffenden Woche eingehalten wurden (§ 2 Abs. 3 SchuMaV). Dies gilt für Schüler:innen bis zum Alter von 15 Jahren (Abschluss der Schulpflicht).
  • In den Schulferien geltend die vorstehenden Regelungen sinngemäß, sofern gleichartige Test und Testintervalle nachgewiesen werden können. Die konkrete Umsetzung im Skigebiet ist derzeit noch unklar.
  • Für schulpflichtige Schüler:innen reicht in den Ferien ein gültiger PCR-Test als (einmaliger) Zutrittsnachweis am betreffenden Skitag aus.
  • Da PCR-Tests und Antigentests von befugten Stellen keine EU-DCC Zertifikate sind, kann eine Freischaltung des Holiday Ninja Passes für die Dauer der Gültigkeit des Testnachweises ausschließlich durch das Personal des Seilbahnunternehmens oder an einer OPOS Kassa (z.B. Hotel) erfolgen.
  • Das Mitführen eines Nachweises im Sinne der 2G-Regel ist für Gäste verpflichtend.
  • Werden die gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen (Zutrittsnachweise) durch Gäste nicht eingehalten, sind die Seilbahnunternehmen von ihrer Beförderungspflicht grundsätzlich entbunden.

Skiliftbetrieb – Zutrittsnachweise (3G-Regel) für Mitarbeitende sowie Inhaber und Betreiber

  • Ab 1. November 2021 haben Mitarbeitende sowie Inhaber und Betreiber mit Kontakt zu anderen Personen am Arbeitsort einen gültigen 3G-Nachweis vorzuweisen.
  • Ausgenommen: Bis zu zwei physische Kontakte im Freien und unter jeweils 15 Minuten pro Tag.
  • Antigentests zur Eigenanwendung („Wohnzimmertests“) werden in Niederösterreich (und Wien) nicht als 3G-Testnachweis (von Mitarbeitenden / Inhabern / Betreibern) anerkannt.

Skiliftbetrieb – Maskenpflicht (FFP2) für Personen, die die Seil- oder Zahnradbahn benutzen

  • Maskenpflicht (FFP2):
    • in geschlossenen Räumen der Stationen der Seil- oder Zahnradbahn
    • in geschlossenen oder abdeckbaren Fahrbetriebsmitteln (wie Gondeln, Kabinen, abdeckbare Sessel)
    • Überall dort, wo im Freien der empfohlene Mindestabstand von zwei Metern zu haushaltsfremden Personen nicht eingehalten werden kann (z.B. beim Anstellen vor Zugangsbereichen von Skiliften etc.)
    • Davon ausgenommen sind Situationen, wo der Mindestabstand von zwei Metern nur kurzzeitig unterschritten wird, wie z.B. beim bloßen „Vorbeigehen“ am Gehsteig etc.
  • Ausgenommen: Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr
  • Kinder ab dem vollendeten sechsten bis zum vollendeten 14. Lebensjahr dürfen auch eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende und eng anliegende mechanische Schutzvorrichtung tragen.
  • Regional sind zusätzliche verschärfte Maßnahmen möglich.

Skiliftbetrieb – Kontrolle (2G-Regel)

  • Verpflichtung zur wirksamen Kontrolle der 2G-Nachweise, wird erfüllt, wenn
    • bei Tageskarten aus Anlass des Ticketverkaufs kontrolliert wird
    • bei Jahres- bzw. Saisonkarten eine Freischaltung der Skikarten nur für den Zeitraum der Gültigkeit des jeweiligen Nachweises erfolgt.
  • Eine „Freischaltung“ von Saisonkarten nur für die Gültigkeitsdauer des jeweiligen Nachweises und die damit einhergehende Datenspeicherung bedarf einer wirksamen datenschutzrechtlichen Einwilligung in die Speicherung des Gültigkeitsdatums.
  • Wurden Saisonkarten bereits vor Inkrafttreten der Verordnung (und damit vor der 2G-Pflicht) verkauft, ist der Sorgetragungspflicht des Liftbetreibers nach Ansicht des Gesundheitsministeriums jedenfalls dann Genüge getan, wenn etwa die Karte gesperrt und der 2G-Nachweis im Zuge der erneuten Freischaltung kontrolliert wird.
  • Die Kontrollpflichten der Liftbetreiber dürfen nach Ansicht des Gesundheitsministeriums nicht überspannt werden und müssen zumutbar bleiben.
  • Als in diesem Sinne unzumutbar wäre etwa eine „Drehkreuzkontrolle“ (also eine wiederholte Kontrolle bei jeder Benützung der Seilbahn) anzusehen.

Skiverleih – Sportausrüstung:

  • Das Mieten von Sportausrüstung ist eine (nicht körpernahe) Dienstleistung und daher zulässig.
  • Dies gilt auch für Serviceleistungen (Skiservice bzw. Service von Sportausrüstung aller Art wie z.B. Rodeln).
  • Das Betreten des Shops zum Zweck des Skiverleihs, des Skiservice bzw. des Mietens und Service von Sportausrüstung einschließlich Zubehör ist zulässig.
  • 2G-Pflicht für Kund:innen (Betriebsstätte).
  • Maskenpflicht (FFP2) für Kund:innen.
  • Abstandspflicht: empfohlen, aber rechtlich nicht verpflichtend.

Skihütten – Gastronomie

  • Grundsätzlich ist das Betreten von Betriebsstätten der Gastronomie „zum Zweck der Inanspruchnahme von Dienstleistungen des Gastgewerbes“ zwischen 05:00 und 22:00 erlaubt.
  • Für den Besuch von Skihütten, Restaurants, Gastronomiebetrieben, Skihütten, etc. gilt die 2G-Regel.
  • Gäste müssen ihren gültigen Zutrittsnachweis vorweisen („Zutrittskontrolle“) und sich registrieren lassen (Kontaktdatenerhebung). Dies gilt auch für Outdoor- und Terrassenbetrieb.
  • Keine frei Sitzplatzwahl.
  • Jedem Gast ist durch den Betreiber oder einen Mitarbeiter ein Sitzplatz zuzuweisen.
  • Kein Barbetrieb, kein Après-Ski, keine Stehgastronomie.
  • Speisen und Getränke dürfen (indoor) nur im Sitzen an Verabreichungsplätzen konsumiert werden.
  • Selbstbedienung ist zulässig, sofern geeignete Hygienemaßnahmen zur Minimierung des Infektionsrisikos gesetzt werden.
  • Speisen und Getränke dürfen im Freien (outdoor) auch im Stehen an Imbiss- und Gastronomieständen (an Verabreichungsplätzen und auch an Ausgabestellen) konsumiert werden.
  • Das Abholen von Speisen und Getränken (Take-away) ist erlaubt. Dazu ist auch das Betreten der Betriebsstätte zulässig.
  • Die (Nicht-)Erreichbarkeit der betroffenen Gastronomiebetriebe mittels Kfz über eine allgemein zugängliche öffentliche Straße ist nicht erforderlich.
  • Zulässig ist das Abholung von Speisen und alkoholfreien Getränken sowie
  • von alkoholischen Getränken, sofern diese in handelsüblich verschlossenen Gefäßen abgefüllt sind.
  • Die Speisen und Getränke dürfen nicht im Umkreis von 50 Metern um die Betriebsstätte konsumiert werden.
  • Terrassen und Gastgärten zählen zur Betriebsstätte.
  • Bei der Abholung ist eine FFP2-Maske zu tragen.

Skischulbetrieb – Urlaubsgäste:

  • Der Schischulbetrieb für Urlaubsgäste ist zulässig.
  • Für Urlaubsgäste und Kursteilnehmer:innen gilt die 2G-Regel.
  • Maximale Kurs- bzw. Gruppengröße: 25 Personen/Kurs bzw. Gruppe

 

Skibus- und Skitaxibetrieb:

  • Maskenpflicht für alle Benutzer:innen von Skibussen und Skitaxis.
  • Skibusse im Gelegenheitsverkehr sind erlaubt.
  • 2G-Pflicht für alle Passgiere und PPF2-Maskenpflicht während der gesamten Fahrt.