Tagungen und Seminare

Stand: 15.09.2021 (Update: 15.09.)

Bitte beachten Sie: Die bislang geltende 2. COVID-19 Öffnungsverordnung erhält ab 15. September einen neuen Titel: 2. COVID-19 Maßnahmenverordnung („MV“). Die folgenden Informationen sind eine vorläufige Einschätzung zur Rechtslage gem. 2. COVID-19-Maßnahmenverordnung (Status: 15.09.) und keine Rechtsberatung. Für Ihre Planung wichtig: Diese Regelungen treten mit 13. Oktober 2021 außer Kraft.

Was ist neu ab 15.09.?

  • Zusammenkünfte mit mehr als 25 teilnehmenden Personen unterliegen der 3-G-Pflicht (getestet / geimpft / genesen). Diese Regelung gilt u.a. für Tagungen und Seminare.
  • Ausgenommen von der 3-G-Pflicht sind Schülergruppen, auch wenn die einzelne Schülergruppe mehr als 25 teilnehmende Schüler:innen aufweist.
  • Zusammenkünfte mit weniger als 25 teilnehmenden Personen unterliegen keiner 3-G-Pflicht. Diese Regelung gilt u.a. für Tagungen und Seminare.

Was ist der "GreenCheck"?

Das Gesundheitsministerium stellt eine Web-Applikation „GreenCheck“ für Smartphones und sonstige geeignete Endgeräte (wie z.B. Tabletts) auf der Website www.greencheck.gv.at zur unentgeltlichen Nutzung zur Verfügung. Mit dieser digitalen Prüfanwendung können Veranstalter von Publikumsmessen einfach und schnell überprüfen, ob Besucher getestet, geimpft oder genesen sind. Nähere Informationen finden Sie hier.

Was gilt für Tagungen und Seminare?

  • Tagungen und Seminare inkl. Vorträge vor Publikum sind „Zusammenkünfte“.
  • Zusammenkünfte mit mehr als 25 teilnehmenden Personen unterliegen der 3-G-Pflicht und der Verpflichtung zur Kontaktdatenerhebung.
  • Zusammenkünfte bis 25 teilnehmenden Personen sind nicht gesondert geregelt. Es gelte die allgemeinen Regelungen am betreffenden Ort, an welchem diese Zusammenkunft stattfindet (z.B. Seminarhotel)
  • Ausgenommen sind „geschlossene Gruppen bzw. Gesellschaften“, sofern durch bauliche bzw. räumliche Trennung eine Durchmischung der Teilnehmenden mit anderen Besuchern/Gästen der betreffenden Location ausgeschlossen ist.
  • Mehrere Zusammenkünfte dürfen an einem Ort (z.B. Seminarhotel) gleichzeitig stattfinden, sofern durch räumliche oder bauliche Trennung oder zeitliche Staffelung eine Durchmischung der Teilnehmer der gleichzeitig stattfindenden Zusammenkünfte ausgeschlossen ist.
  • Im Regelfall handelt es sich bei Tagungen und Seminaren um Zusammenkünften mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen. Dies ist allerdings nicht verpflichtend und nach der 2. COVID-19-MV auch nicht mehr relevant.
  • Das Verabreichen von Speisen und den Ausschank von Getränken ist in geschlossenen Räumen wie im Freien zulässig.
  • Zutrittsnachweise der Teilnehmenden (3-G-Nachweise): Ja, sofern für die betreffende Location verpflichtend (z.B. Seminarhotel) oder bei einer Veranstaltung mit mehr als 25 teilnehmenden Personen.  Nähere Informationen finden Sie hier.
  • Vor-Ort-Testungen möglich: Ja, falls vom Veranstalter so vorgesehen bzw. angeboten wird. Nähere Informationen finden Sie hier.
  • Kontaktdatenerhebung: Ja, auch wenn die Zusammenkunft überwiegend im Freien stattfindet und mehr als 25 Personen teilnehmen. Nähere Informationen finden Sie hier.
  • Maskenpflicht: nein
  • Mindestabstand: nein
  • Referenten und Gastredner:innen, die bei Tagungen und Seminaren am „Ort der beruflichen Tätigkeit“ auftreten, unterliegen nur dann der Maskenpflicht, wenn kein 3-G-Nachweis vorliegt.

Was gilt für Tagungen und Seminare mit beruflichem Kontext?

  • Es entfällt die Anzeigepflicht für Zusammenkünfte zu beruflichen Aus- und Fortbildungszwecken.
  • Gilt nur für Zusammenkünfte zu beruflichen Zwecken, wenn diese zur Aufrechterhaltung der beruflichen Tätigkeit erforderlich sind.
  • Der berufliche Kontext umfasst „Aus- und Fortbildungszwecke“. Dieser Kontext ist breit zu sehen und umfasst auch  z.B. Sprachkurse oder auch Bildungsmaßnahmen im Freiwilligensektor.
  • Maskenpflicht: Ja (in geschlossenen Räumen, sofern mehr als 100 teilnehmende Personen und nicht alle Teilnehmenden einen 3-G-Nachweis vorlegen).
  • Mindestabstand: Nein

Was gilt für Tagungen und Seminare ohne beruflichem Kontext bis 100 Personen?

  • Für Zusammenkünfte bis 100 Personen gilt weder eine Anzeigepflicht noch eine behördliche Genehmigungspflicht.
  • Zusammenkünfte mit mehr als 25 teilnehmenden Personen unterliegen der 3-G-Pflicht und der Verpflichtung zur Kontaktdatenerhebung.

Was gilt für Tagungen und Seminare ohne beruflichem Kontext über 100 Personen?

  • Für Zusammenkünfte über 100 Personen gilt eine Anzeigepflicht („Meldepflicht“) mit mindestens einer Woche Vorlaufzeit an die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde (BH bzw. Magistrat). Nähere Informationen finden Sie hier.
  • Anzeigepflicht gilt sowohl mit als auch ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze.
  • Anzeigepflicht auch für Vorträge oder Seminare, die im Rahmen von Fach- und Publikumsmessen stattfinden, sofern kein beruflicher Kontext.
  • Die Erstellung eines COVID-19-Präventionskonzepts sowie die Bestellung eines COVID-19-Beauftragten ist für Zusammenkünfte über 100 Personen erforderlich.
  • Zutrittsnachweise der Teilnehmenden (3-G-Nachweise): Ja, verpflichtend.
  • Nachzulesen in § 12 Abs. 2 und Abs. 4 der 2. COVID-19-MV

Was gilt für Tagungen und Seminare ohne beruflichem Kontext über 500 Personen?

  • Für Zusammenkünfte über 500 Personen besteht eine behördliche Genehmigungspflicht mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf an die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde (BH bzw. Magistrat). Nähere Informationen finden Sie hier.
  • Bitte zu beachten: Die Entscheidungsfrist für die Bewilligung beträgt drei Wochen ab vollständiger Vorlage der Unterlagen.
  • Gilt auch für Vorträge oder Seminare, die im Rahmen von Fach- und Publikumsmessen stattfinden.
  • Die Erstellung und Vorlage eines COVID-19-Präventionskonzepts an die zuständige Behörde sowie die Bestellung eines COVID-19-Beauftragten ist für Zusammenkünfte über 500 Personen zwingend erforderlich.
  • Das COVID-19-Präventionskonzept ist während der Zusammenkunft bereitzuhalten.
  • Das COVID-19-Präventionskonzept darf von der Behörde kontrolliert werden.
  • Zutrittsnachweise der Teilnehmenden (3-G-Nachweise): Ja, verpflichtend.
  • Nachzulesen in § 12 Abs. 3 und Abs. 4 der 2.COVID-19-MV.